Zartes Pflänzchen oder starker Baum – was bist du?

Bild: In goldenes Sonnenlicht getauchte Gräser. Beitragsbild für Blogartikel. Photo by Aaron Burden on Unsplash.

Einzigartig, bunt oder so wie es sich gehört?

Wie sieht es bei dir aus?

„Schamanische Delfin- und Meerjungfrau mit Sternenstaub“ & Faible für IT / technisches Know-How, Freude an Kreativität, Erneuerung und Wachstum …  Das alles trage ich zum Beispiel in mir. Und diese Facetten kommen in unterschiedlichen Ausprägungen zum Vorschein.

Ich entspreche keiner allgemein gültigen Norm, passe in kein Standard-Schema: „So sollte man sein, wenn man „so“ ist, „so“ darf man dann aber nicht sein, denn man kann ja nur das oder das sein.. Wenn ich das bin, darf ich aber das nicht machen…“Bild: Meeresfarbene Meerjungfrau als abstrakte Zeichnung mit goldenem Mandala als Bild für "Klangwelten - Inspiriererende und heilsame Hörgeschichten" von Daniela Lasinger. copyright by Daniela Lasinger

Lange genug habe auch ich versucht, dem zu entsprechen. Bis ich festgestellt habe, ich trage viele Facetten in mir und darf diese alle sichtbar machen.

Ich bin trotz allem in der „ganz normalen Welt“ zuhause, arbeite gerne am Laptop, bin interessiert an technischem KnowHow, habe Spaß am Tanzen oder dabei, wieder einmal auf ein Rock-Konzert zu gehen usw… Es darf auch jederzeit Neues hinzukommen oder sich etwas wandeln.

Doch was ist denn „standardmäßig“ anerkannt?

  • Darf ich nur zart und und einfühlsam sein, dafür dann aber nicht wild und lebendig, weil das passt ja nicht zusammen?
  • Und wenn ich „schamanisch“ bin, darf ich dann nur „wild“ sein, rein in der Natur zuhause und muss ich bereits sehr „alt“ sein, um weise sein zu dürfen? Muss ich immer stark und nur für Andere da sein?
  • Darf ein Techniker oder Programmierer nur „verkopft“ und ständig an seinen PC gefesselt sein?
  • Muss ein Rock-Fan hart und wild sein oder kann er nicht auch gleichzeitig sanft sein?  Darf ein „spiritueller“ Mensch nur liebliche Musik hören und „Süßholz raspeln“, oder auch auch fetzige, powervolle Musik genießen?

Aus Angst davor, dass mit dem Finger auf uns gezeigt wird, verleugnen wir oft unser eigenes Wesen, unseren Kern. Doch angenommen du wirst dir darüber bewusst, dass die für dich „richtigen Menschen“ dich genau so nehmen wie du bist – und du erkennst, dass die Menschen, die nur eine bestimmte Seite von dir akzeptieren, für dich nicht (mehr) ausschlaggebend sind – da du dir selbst erlaubst, so zu sein wie du bist.

Bild: Daniela Lasinger in grünem Kleid mit ausgebreiteten Armen vor einem See. copyright Daniela Lasinger.

 

Mut finden, du selbst zu sein

Nicht das Alter oder die „gewählte Rolle“ entscheidet. Alle Facetten des Wesenskerns dürfen sich in mir vereinen – und ich darf etwas Neues daraus entstehen lassen. Und auch wenn es diese kunterbunte Mischung so bisher noch nicht gab, so darf es trotzdem sein. Warum? Weil es genau das ist, was in mir ist.

Jeder Mensch ist einzigartig in seinem Wesen

Es schlummern sicherlich auch in dir viele Ausprägungen?  Diese werden aber oft nicht zugelassen, da bestimmte Facetten nicht zur bisher gewählten oder zur anerkannten, akzeptierten „Rolle“ passen. Aber jetzt ist es Zeit, aus den alten Rollen zu schlüpfen. Aus den engen Korsetten, wo nur das eine oder das andere hineinpasst, weil es schon immer so war, schon immer so gelehrt wurde.

Aber weißt du was? Es darf sich ändern. Genau jetzt. Du hast es in deiner Hand, du selbst kannst dir die Erlaubnis dazu geben.

Trägst du unterschiedliche Facetten in dir und glaubst der allgemeine Meinung, du musst dich für eine bestimmte Rolle (Maske) entscheiden, dann stehst du immer wieder an dem Punkt: „hm … irgendetwas passt nicht…“

Du versuchst dann vielleicht, auf eine andere Rolle zu wechseln und klammerst dadurch wieder einen Wesenszug von dir aus. Und so findest du nie wirklichen Frieden in dir, da immer etwas fehlt. Da du dich selbst nicht gänzlich zum Ausdruck bringen kannst. Weil du glaubst, einem gängigen Stereotypen entsprechen zu müssen. Das Bild eines Menschen, so wie er von der Gesellschaft definiert ist.

 

Spiritualität

Spirituell zu sein bedeutet für mich nicht, heilig zu sein, alles rosarot zu sehen und immer auf Wolken zu schweben. Oder stets alleine auf einem Berg zu sitzen, zu meditieren, besser zu sein als andere oder allwissend zu sein.

Es bedeutet, so zu leben, wie es dir selbst entspricht. Ein Leben im Einklang mit deinem wahren Kern, mit all deinen Eigenschaften. Mit allen Facetten, die dich selbst ausmachen. Die Wohnung putzen, das Auto reparieren, deinen Job machen – all das kann spirituell sein, wenn du dich voll und ganz dem widmest, was gerade ist. Wenn du mit Freude dabei bist, wenn es echt ist.

Für mich gehört hier auch dazu, zu erkennen, dass auch nicht so perfekte „Anteile“ in einem schlummern – die ebenso dazugehören, so sehr man sich auch dagegen sträubt.

 

Deine Vollkommenheit erkennen


Zartes Wesen

Vielleicht bringen diese bisher unterdrückten Aspekte einem ansonsten zarten, rücksichtsvollen und einfühlsamen Wesen die Kraft, zu sich selbst zu stehen und wahre Stärke zu zeigen, anstelle nur „gefügig“ zu sein.

Du erkennst, dass Wut eine Kraft ist, um für dich selbst einzustehen (wenn sie nicht dazu benutzt wird, wild um sich zu schlagen und andere zu verletzen).

Der starke Mann

Oder du erkennst, dass ein Mann auch verletzlich sein darf. Dass ein Mann seine sensible Seite zulassen kann, auch wenn die Gesellschaft meint, dass dies „schwach“ sei und nicht männlich.

Doch gerade das macht doch einen Mann männlich: Den Mut und die Kraft zu haben, einfach zu SEIN. Wie ein starker Baum dastehen und seine empfindsame Seite zuzulassen, sodass der Baum starke und gleichzeitig sanfte Wurzeln in sich trägt, die ihn vollkommen sein lassen, so wie er ist.

Nicht perfekt, sondern vollkommen in seiner Einzigartigkeit mit allem was da ist – in seiner wahre Stärke.

Beruf

Dann gibt es da auch noch die beruflichen Rollen. Durchhalten und kämpfen um jeden Preis, auf keinen Fall Schwäche zeigen. Dies wird als ehrenvoll erachtet.

  • Ein starker Mensch, den nichts umhaut, nur zu Hause im stillen Kämmerlein weinen, damit ja keiner sieht, dass man auch eine sensible Seite hat.
  • Immer einwandfrei zu funktionieren – danach zu streben wird als ehrenhaft gesehen.
  • Und wenn dann der Körper schwach und krank ist, dann ist das natürlich normal, denn das gehört sich ja so im Alter.

Wie wäre es damit, diese Muster loszulassen?


Angenommen es ist nicht normal, im Alter schwach und krank sein zu müssen. Angenommen, es käme gar nicht dazu, wenn der Mensch bereits in seinen „jungen“ Jahren zu sich steht.

Dass du auch deine gefühlvolle, empfängliche Seite zulässt und deinen Impulsen vertraut, sodass sich Unausgedrücktes nicht im Körper anstauen und dann gewaltig zum Vorschein kommen muss?

  • Wie wäre es damit, ein neues Bewusstsein zuzulassen? Eine Welt, in der es auch ehrenvoll ist, wahrhaftig zu sein und nicht bloß in allen Bereichen zu funktionieren?
  • Wie wäre es damit, auf deine eigenen Impulse zu hören?
  • Wie wäre es damit, wenn du heute damit anfängst?

Für dich. Und für alle, die deinem Beispiel folgen!

Menschen in deinem Umfeld, die durch dein Sein ebenso den Mut fassen, sich selbst zu sehen, ihre inneren Anteile zu erkunden und dieses einzigartige Wesen mit all seinen Facetten zuzulassen. Und das genau in deinem Tempo, so wie es sich für dich richtig anfühlt (ohne gleich alles „hinschmeissen“ zu müssen). Mit ganz kleinen Schritten … auf deinem Weg …

 

Der Segen der Vergebung und Wahrhaftigkeit


Immer wenn wir nicht einer bestimmten Rolle entsprechen, haben wir bewusst oder unbewusst Schuldgefühle. Wir schämen uns, fühlen uns falsch und unwürdig, weil wir nicht in das „anerkannte“ Schema passen.

Wie wäre es damit, dir heute zu vergeben? All das weswegen du denkst, nicht richtig und wertvoll zu sein …

Was hältst du davon, dir all das zu vergeben, wofür du dich schämst und verurteilst? Denn dies sind nur Trugbilder, Illusionen denen wir zuviel Wert beigemessen haben. Diese Illusion abzulegen, wie du zu sein hast, wie es gut aussieht und es sich gehört.

 

Glaube an dich, glaube an die wahre Stärke in dir, ganz egal was ist.

Bild: Fest verwurzelter, alter und stämmiger Baum in Sonnenstrahlen getaucht am Traunsee. copyright Bild by Daniela Lasinger. Und diese wahre Stärke bedeutet nicht, perfekt sein zu müssen und keine Gefühle zu zeigen.

Diese wahre Stärke bedeutet, auch Verletzlichkeit anzuerkennen – es zu erlauben -, ohne dich dafür zu schämen und zu verurteilen. Diese wahre Stärke bedeutet, in deiner Verletzlichkeit hindurch wie ein starker Baum zu stehen, genauso wie es ist. Genauso wie du bist für dich selbst da zu sein.

Auch wenn du durch den Wind bist, bist du richtig. Auch wenn du wütend bist, bist du vollkommen. Auch wenn du verletzt bist, bist du vollkommen, so wie du bist. Dies darf sein, dies ist menschlich.

Und es darf auch wieder vorüberziehen. Es darf sich jederzeit wieder ändern.

 

Du bist richtig, ganz egal was ist. Du bist einzigartig, ganz egal was ist.
Du bist würdig, hier zu sein – ganz egal was ist, ganz egal was war.
Du bist wertvoll, so wie du bist. Ganz egal was ist, du bist wertvoll.

 

 

Um Ihnen den bestmöglichen Service bieten zu können, verwendet diese Website Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite ohne Änderung der Cookie-Einstellungen in Ihrem Browser erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen